Texte

Zeit ist Geld.

Zeit ist Leben. Am Abend hat man viel gemacht, aber nichts erlebt.

Zeit ist ein Reichtum, an dem man zugrunde geht, wenn man ihn nicht teilen kann.

Zeit ist wertvoller als Geld. Zeit, die verloren ist, bekommt man nie wieder zurück.

Das Leben ist endlich und man kann die wichtigen Dinge nicht immer aufschieben.

Es fällt mir schwer, im Moment zu leben. Man ist zwar da, aber mit dem Kopf woandes.

Wir leben in einer Zeit, wo es von allem zuviel gibt. Massnahmen zur Grenzsetzung.

Wir haben nicht zuwenig Zeit, wir haben zuviel zu tun oder wir glauben, dass zuviel zu tun haben.

Sich vom Zeitdruck zu befreien heisst, zu verzichten. Sich kein Handy anzuschaffen bedeutet nicht notwendigerweise, unter der Brücke zu landen. Verzichten muss man ohnehin.

Reuters wird in Geschwindigkeit gemessen.

Guter Wein, Käse und, jeder der kocht weiss es, eine gute Sauce brauchen ihre Zeit.

Die Vergangenheit dient uns, in der Gegenwart die Zukunft zu gestalten.


Musik

Titel noch offen.

Etwas in dem Sinne von "Der Takt der Musik versus der Takt der Uhr".

Möglicherweise Zusammenarbeit mit der Musikschule der Stadt Luzern oder mit der Uni.

Filme

SPEED - auf der Suche nach der verlorenen Zeit.

WDR 2011, Florian Opitz, 97 Minuten

Wir sparen ständig Zeit, trotzdem haben wir am Ende immer weniger davon. Im Takt der elektronischen Kommunikationsmittel hetzen wir von einem Termin zum anderen. Was treibt diese Beschleunigung an? Ist sie ein gesellschaftliches Phänomen, oder liegt alles doch nur an schlechtem Zeitmanagement. Filmemacher und Autor Florian Opitz begibt sich auf die Suche nach der verlorenen Zeit. Opitz begegnet in seinem Film Menschen, die die Beschleunigung vorantreiben, und solchen, die sich trauen, Alternativen zur allgegenwärtigen Rastlosigkeit zu leben. Er befragt Zeitmanagement-Experten, Therapeuten und Wissenschaftler über die Ursachen und Auswirkungen der chronischen Zeitnot. Er trifft Unternehmensberater und Akteure, die auf dem internationalen Finanzmarkt aktiv sind und an der Zeitschraube drehen. Und er lernt Menschen kennen, die aus ihrem ganz privaten Hamsterrad ausgestiegen sind und nach gesellschaftlichen Alternativen suchen. Auf seiner Suche entdeckt er: Ein anderes Tempo ist möglich, wir müssen es nur wollen.


Der grüne Planet.

Coline Serreau, 1996, "La belle verte", 99 Minuten

Wie es einmal sein könnte auf der Erde. 4'000 Reisejahre entfernt von der Erde existiert ein Planet, auf dem Verwandte von uns leben.  

Vorträge

Der E-Butler (Coopzeitung Nr. 47 vom 18. November 2014)


Kulinarik

So schmeckt die Kindheit (Coopzeitung Nr. 47 vom 18. November 2014)

Es war eine Frage, die sich Mutter Heidi eigentlich hätte sparen können. Denn die Antwort ihrer neunjährigen Tochter war immer ein und dieselbe: Denise Biellmann wollte unbedingt gekochte Kartoffeln mit Kalbslyoner und Mayonnaise. Auch wenn nicht alle Kinder so einfach gestrickte Esser sind, es gibt eigentlich immer ein Gericht, das bei den lieben Kleinen das Rennen macht. Und das sie auch als Erwachsene oft ein Leben lang begleitet. Denn Kindheitsgerichte sind dann besonders schmackhaft, wenn sie mit einer großen Portion Nostalgie angereichert sind. Mit dem Zimtgeschmack im Mund paart sich dann nämlich auch die Erinnerung an Oma Anneli. Die servierte ihren Griessbrei immer mit lustigen Geschichten. Wieso also nicht mal wieder nachkochen? Die Zubereitung ist schließlich kinderleicht, der Geschmack eine Zeitreise in die eigene Jugend. Und mit den richtigen Gedanken an Anneli, Heidi & Co. schmeckt der Griessbrei dann doppelt so lecker. Weitere Kindkeitserinnerungen von Schweizer prominenten: Seiten 44, 45 und 46. Teigwaren Auflauf, Hackbraten mit Kartoffelstock und "Seeli". Wienerli im Schlafrock.


Essen ohne Genuss (Radio SRF 1 "Echo der Zeit", Donnerstag, 20.11.2014)

Wenn es ums Essen oder Kochen der Zukunft geht, dann sind unsere Vorstellungen relativ vage. Vegan, Bio oder lokale Produktion gelten als letzte Trends. Dabei eröffnet der technologische Fortschritt auch beim Essen ganz neue Möglichkeiten. Die werden derzeit in Zürich im Museum Bärengasse thematisiert. In einem sogenannten Gasthaus zum Übermorgen können sich Besucherinnen und Besucher mit dem Speiseplan der Zukunft vertraut machen. Als Vorspeise gibt es einen reichhaltigen, im Labor hergestellten Protein-Shake (... steht für die Frage, ob wir in Zukunft überhaupt noch Essen werden oder Getränke konsumieren werden, die sämtliche Nährwerte beinhalten). Die Frage ist immer, wie viel Technologie will man zulassen für bessere Gesundheit, bessere Nährwerte und ab wo geht die Esskultur verloren. Dahinter steckt die Frage, wie wir es schaffen könnten, dass dereinst alle Menschen auf der Erde genug zu Essen haben. Eine weitere Frage betrifft, ob wir unser Essen in Zukunft überhaupt noch selber kochen. All das sind Utopien. Seit einigen Jahren gibt es Projekte wo versucht wird, künstliches Fleisch herzustellen. Man hat vor zwei Jahren in London den ersten synthetischen Hamburger serviert, Kostenpunkt rund £ 1 Mio. pro Kilo. Pillen, die uns gestresste Arbeitsmenschen über Mittag den Gang in die Kantine oder ins Restaurant ersparen, Kochroboter, die von selbst Speisen produzieren. Was wird sich durchsetzen? Will der Mensch in der Zukunft wirklich auf Genuss verzichten? Die Frage ist, wie viel Handwerkskunst bleibt beim Essen oder wird das Essen zu einem rein technischen Akt? Warum Utopien entwickeln, wie die Menschen zukünftig ernährt werden können, wenn heute tonnenweise Lebensmittel weggeworfen werden? Der Lebensstil, wie wir ihn im Westen kennen, darf nicht zum Standard werden, weil die Welt das nicht vertragen würde. 

 

Thintank "Wire", Stefan Sigrist www.thewire.ch, www. gasthauszumbaeren.ch